Ferien in Österreich

Der Tourismus ist im Industrieland Österreich ein bedeutender Wirtschaftszweig.

Österreich verfügt in hohem Ausmaß über die Voraussetzungen für Tourismus: naturnahe Gebirgslandschaften (Alpen, Granit- und Gneishochland) und Seenlandschaften, zahlreiche Kulturdenkmale und attraktive Städte sowie gut ausgebaute Infrastruktur. Vorteilhaft sind die zentrale Lage in Europa und die gute Erreichbarkeit. Der Tourismus verteilt sich in Österreich gleichmäßig auf die Sommer- und die Wintersaison.

Sparten des Tourismus in Österreich

Sommertourismus: Bergsport und Badetourismus

© Marco-Barnebeck / Pixelio

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Die Berge spielen für Aktivurlauber sowohl im Winter als auch im Sommer für Bergwanderungen und Bergsteigen, eine bedeutende Rolle. Die höchsten Berge in Österreich sind Dreitausender und befinden sich in den Ostalpen. Mit 3.798 m ist der Großglockner (Kärnten) der höchste Berg. Österreich verfügt über zahlreiche Schutzhütten und 1083 km Wanderwege, die von den Alpenvereinen und Fremdenverkehrsverbänden betrieben werden.

Der Badetourismus ist vor allem am Neusiedler See, im Salzkammergut und Salzburger Seengebiet und im Kärntner Seengebiet (Wörthersee, Ossiacher See, Millstätter See usw.) von Bedeutung.

Wintertourismus

© Rainer Sturm / Pixelio

© Rainer Sturm / Pixelio

Der Wintertourismus umfasst primär den Wintersport. Als vorwiegend von den Alpen beherrschtes Land gibt es in Österreich zahlreiche Möglichkeiten, den alpinen Skisport auszuüben. Insbesondere die Bundesländer Vorarlberg, Kärnten, Tirol und Salzburg bieten in beinahe jedem Alpental ein oder mehrere Skigebiete, die mit zahlreichen Aufstiegshilfen (Seilbahnen, Sessellifte, Schlepplifte) ausgestattet sind. Die großen Skiarenen in den österreichischen Alpen verfügen über 50 oder mehr verschiedene Liftanlagen und manchmal über 100 km präparierte Skiabfahrten. Aber auch in den östlichen Bundesländern gibt es viele Skigebiete, die häufig auch mit anderen Wintersportmöglichkeiten kombiniert, zum Beispiel mit Langlaufloipen, Rodelbahnen oder Thermalbädern. Zusätzlich gibt es in Österreich einige Gletscherskigebiete, die im wesentlichen unabhängig von der Schneelage ganzjährige Wintersportmöglichkeiten bieten.

Die größten Wintersportgebiete liegen in Tirol und Vorarlberg (z. B. Arlberg, Lech/Zürs/Warth, Ötztal, Zillertal, Stubaital, Kitzbühel) und in Salzburg (z. B. Skiverbund Amadé, Saalbach Hinterglemm, Radstadt/Altenmarkt/Zauchensee, Obertauern). Wintertourismus besteht auch in Kärnten (z. B. Nassfeld, Gerlitzen, Weißensee) und der Steiermark (z. B. Dachstein-Tauern-Region).

Kulturtourismus

Ein Schwerpunkt des Kulturtourismus ist das Musikangebot:

  • Am bekanntesten sind die Salzburger Festspiele, die jährlich in den Sommermonaten in Salzburg, der Geburtsstadt Mozarts stattfinden. Dort finden auch die Osterfestspiele statt.
  • Die Bregenzer Festspiele werden seit 1946 veranstaltet. Hier befindet sich auch die weltgrößte Seebühne.
    Wiener Festwochen, Wiener Staatsoper, Wiener Philharmoniker und Theater an der Wien sind Stichwörter aus dem sehr intensiven Musikleben Wiens.
  • Seefestspiele in Mörbisch und Opernfestspiele in St. Margarethen locken Musikfreunde ins Burgenland.
    Das Festival Ars Electronica findet seit 1979 jährlich in Linz statt.
  • In Kärnten lädt der Carinthische Sommer zu Aufführungen in Ossiach und Villach ein.
  • In der Steiermark bietet die Styriarte erstklassige Musik.

Städtetourismus

© Martin Berens / Pixelio

© Martin Berens / Pixelio

Der Städtetourismus in Österreich umfasst vor allem die Bundeshauptstadt Wien und die acht Landeshauptstädte.

Gäste halten sich in Städten meist wesentlich kürzer auf als in ländlichen Tourismusorten, geben aber pro Tag im Durchschnitt deutlich mehr aus als andere Österreich-Besucher. Die Besuchszwecke reichen vom Verwandten- bzw. Bekanntenbesuch und vom Erlebnis- und Kulturtourismus in der Freizeit bis zur vom Dienstgeber bezahlten Teilnahme an Kongressen, Messen und Firmentagungen. In den meistfrequentierten Städten fällt der Anteil der per Flugzeug anreisenden Gäste wesentlich größer aus als in Gesamtösterreich; auch der Nationenmix gestaltet sich vielfältiger.

Kur- und Wellnesstourismus

Der Kurtourismus umfasst in Österreich den Tourismus von 84 Heilbädern und Kurorten, darunter etliche Thermalbäder (Thermenlinie, Thermenland). Im Jahr 2006 wurden in diesen Gemeinden 18 Millionen Übernachtungen gezählt, eine Unterscheidung zwischen Kurgästen und anderen Gästen ist derzeit nicht möglich. Neben medizinisch verordneten Kuren werden dort auch Wellness-Aufenthalte angeboten.

Agrotourismus

Der Urlaub am Bauernhof hat im Kontext der Ökologie und des Umweltbewusstseins in den letzten Jahren steigend Anteil am österreichischen Fremdenverkehr.

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© Klaus Mastalier / Pixelio

Quellen:
Wikipedia
Pixelio