Lieser Wanderweg

Es gibt einige Wanderwege in der Eifel , ein etwas anspruchsvoller   Lieser Wanderweg ist der von  Manderscheid nach Wittlich.

Manderscheid

Manderscheid

Ich bin losgegangen in Manderscheid, Nähe der Niederburg beginnt der Lieserpfad nach Wittlich. Er beginnt mit einer wunderschönen Aussicht. Wobei man es nicht versäumen sollte die kleine Mariengrotte zu besuchen. Es ist nur ein kleiner Umweg von 50 m. Und dann geht die Wanderung los.
Nach einigen Metern Wanderung muss man einfach die Aussicht genießen, denn da hab ich die beiden Burgen noch im schönen Schein der Morgensonne gesehen. Von da aus sieht man auch die alte Toreinfahrt. Ein großes Mühlentor, dass noch bis zu Beginn der 70 er Jahre durchfahren werden musste, wollte man die Stadt Manderscheid besuchen. Und man sollte es nicht versäumen ein Foto von den beiden Burgen zu machen. Sie sahen beide so wie sie da stehen so erhaben aus.
Ich bin dann ein Stück dem Lehrpfad gefolgt, wo einzelne Baumarten erklärt wurden. Hinunter bis zum Burgsee. Dort sieht man richtig die Fische schwimmen, schöne große.
So und dann ging es los. Schön am Berg entlang. Ich bin noch den kleinen Abstecher zur Robertskanzel gelaufen. Dies ist nur einmal kurz links abbiegen aber die Aussicht war einfach wunderschön, die man von dort aus hatte. Über ein ganz weites Tal und die wunderschönen Laubbäume in deren Farben. Und ganz hinten sah man noch die Oberburg. Es tat einfach gut, dort ein paar Minuten zu verweilen, weil man einen richtigen Rundblick hatte.

Lieser

Lieser

Wie gesagt, der Berg ist am Anfang noch rechts von einem und unten hört und sieht man die Lieser, wie sie fließt. Die ersten Kilometer laufen sich sehr gut. Man merkt die kleinen Steigerungen kaum. Und schon überquert man die Lieser das erste Mal und es geht ein Stück durch den tiefen Wald bergauf. Dort habe ich mich mal ganz still verhalten und man hört nichts. Der Waldboden schluckt alles. Keine Schritte, einfach nichts. Es ist eine richtige Ruhe, auch beim laufen auf den Tannennadeln wie auf einem weichen Teppich.

Oben dann angekommen geht es noch ein Stück weiter und dann sollte man sich auf der Sitzgarnitur, die dann kommt, unbedingt eine Pause gönnen, weil von da aus man sehen kann, wo man gerade noch unten gelaufen ist. Und schon hatte auch ich den für mich wahnsinnigen Aufstieg vergessen. Man sieht die Brücke, wo man gerade noch gelaufen ist, den Weg, wo man gerade noch war. Und nun diese Aussicht! Über saftige Wiesen und wieder diese herrlichen Laubbäume. Nun ging es weiter durch den Wald und da musste ich gut aufpassen. Es geht nämlich nach Ende des Waldes rechts ab. Und nicht, wie man meinen würde, gerade aus auf die Felder zu. Dieses Schild hätte ich bei meiner ersten Tour fast übersehen. Auch hier wieder ein endloser Blick über Felder und ganz in der Ferne ein paar Häuser. Einfach nur Himmel und Wiesen zu sehen. Dann führt der Weg ab in einem schönen Laubwald.

Blick ins Tal

Blick ins Tal

Dort war alles in ein sanftes grün getaucht, weil die Bäume hier eine Gasse bilden und durch den Schein der Sonne schien alles wie in weiches Grün getaucht. Es geht wieder quer durch den Wald über einen wunderschönen steinigen Wanderweg.
Leider mal wieder mit einer Steigerung aber aus der Erfahrung heraus war ich den Weg ja vor 14 Tagen schon einmal gelaufen und wusste ich, dass es nur 5 Steigungen sind. Und das jedesmal wenn eine Steigung kam mich auch Ausblick entschädigen wird. So auch diesmal. Ich käme nie auf den Gedanken in Kanada mir den Indian Summer dort anzusehen, weil den kann ich auch hier genießen.
Nach Überquerung der Karl Kaufmann Brücke habe ich erstmal meine Füße in der Lieser abgekühlt. Der Platz unten am Fluss war so schön. In der Sonne sitzen und einfach die Füße mal ein wenig im Wasser baumeln lassen.Wie schön ist doch die Eifel

Burg an der Lieser

Burg an der Lieser

Weiter geht es auf dem Lieser Wanderweg. Leider geht es auch ein kleines Stück die Straße entlang, ungefähr 200m. Dort werden einem noch mal die einzelnen Gesteinsarten erklärt, die es hier besonders gibt. Und dann beginnt der zweite Teil ohne gravierende Steigungen. Und wenn, dann merkt man diese nicht besonders. Der Wanderweg führt mitten durch den Wald und was haben meine Augen da gesehen. Walderdbeeren, ja die wachsen hier man muss nur ein wenig die Augen offenhalten. Leider waren es nur noch 3 Stück aber sehr lecker. Wenn man möchte kann man einen Zwischenstopp an einer Wassermühle machen. Dazu muss man ein Stück vom Hauptweg runter, ist aber gut ausgeschildert.
Da es in der Nacht vor meiner Wanderung geregnet hat roch der ganze Laubwald nach Moos und nach Wald. Und dann sah ich dieses Schild: nur noch 8 km. Wow, was soviel bin ich schon gelaufen? Kam mir nicht so vor. Und auch die letzten km waren wunderschön. Der Weg führt so nach und nach wieder in die Zivilisation. Erst ein Haus und dann noch eins. Ja und dann war die kleine Mühle da, dort wo man noch mal rasten konnte, um sich für die letzten km sich zu stärken. Nun ging es vorbei an einem Pferdegestüt, an den Sportanlagen und durch den Park und dann ja dann war ich plötzlich mitten in der Stadt. Geschafft!

Blick auf Wittlich

Blick auf Wittlich

Fazit: Der Lieser Wanderweg war etwas anstrengender als nach Daun, obwohl nur 5 Steigungen. Ansonsten herrliche Aussichten. Zeit ca. 5 Stunden, da es doch 25 km waren, was einem beim Laufen wirklich nicht aufgefallen ist.