Auf Usedom

In meinem Reisebericht „ Von Greifswald bis Anklam“  habe ich 5 Tage  auf  Usedom verbracht. Damals war ich schon von Usedom und seiner Umgebung sehr fasziniert und wusste, dass ich hier noch einmal für längere Zeit herkommen werde um die Insel zu erkunden. Das habe ich dann auch gemacht.
Usedom ist eine faszinierende Insel und hat für den Urlauber und für Naturbegeisterte sehr viel zu bieten. So weit das Auge reicht, sieht man Sandstrände, die zu jeder Jahreszeit belagert werden. Hunderte von Urlauber kommen nach Seebad Ahlbeck, Seebad Heringsdorf und Sebad Bansin. Das Ostseebad Ahlbeck   ist  wegen seiner Nähe zu Swinemünde, welches einst das erste Seebad auf Usedom war, sehr  beliebt bei den Touristen.

Ahlbeck

Ahlbeck

Auf Usedom gibt es Seebrücken zuhauf, aber die Seebrücke in Ahlbeck mit ihrem 280 m ins Meer reichenden Seesteg  ist nicht nur ein Restaurant sondern auch das  Wahrzeichen der Insel Usedom. Die Brücke hat schon zu Kaisers Zeiten existiert und wurde im Zweiten Weltkrieg  teilweise zerstört.  Anfang der  90 Ziger erstrahlte sie wieder in ihrem alten und neuen Glanz.  Wenn man die Promenade  entlang schlendert,  erfreut man sich am Anblick der  Villen, die mit viel Liebe bis ins kleinste Teil restauriert wurden und heute Ferienwohnungen und Hotels in sich beherbergen. Jede dieser Villen hat ihre Geschichte zu erzählen, wenn man Sie fragen würde.

Für die neu erbaute Ostseetherme  sollte  man einen  ganzen Tag  einplanen um das ganze Angebot von Wellness und Fitness  nützen zu können, mit einer Familienkarte  ist man gut beraten.

Heringsdorf

Heringsdorf

Nahtlos geht es von Seebad Ahlbeck  zum Seebad Heringsdorf. Den Namen erhielt das einstige Fischerdorf von Kronprinzen Friedrich Wilhelm, dem späteren König Friedrich Wilhelm IV. Hier sticht die neu erbaute  Seebrücke sofort ins Auge.  Zu DDR Zeiten musste  Heringsdorf ohne ihre Seebrücke auskommen. Es hätte ja Menschen geben können, die über diese Brücke fliehen wollten. Deshalb  war man damals nicht an einem Aufbau interessiert.  Die DDR investierte  in eine Parteischule und das Erholungsheim, wo der normale Bürger kein Urlaub machen durfte. Nach der Wiedervereinigung blühte auch Heringsdorf im neuen Glanze auf und mauserte sich. Heringsdorf hat sich mit der einzigen  Spielbank auf Usedom einen Hauch von Luxus gegönnt.

Ein Steinwurf entfernt von Heringsdorf liegt das kleine  Bansin. Bansin hat eine ruhmreiche Geschichte. Es wurde zum Kaiserbad, und hier war zur Kaiserzeit der Adel zuhause. Das ist heute wieder so. Die Reichen geben sich hier das „Stelldichein“. Wenn  man heute so durch Bansin läuft, kann man die Architektur aus der Kaiserzeit bewundern. Prachtvolle Villen und Vorgärten machen diesen Ort zu einem Geheimtipp für Leute mit Geld.

Bansin

Bansin

Wenn man von Bansin Richtung Koserow  wandern möchte, sollte man sehr fit sein. Hier gibt es Steigungen von 16 %. Das ist nicht jedermanns Sache, mit dem Rad ist es für ungeübte fast nicht machbar. Deshalb sollte man lieber am Strand entlang laufen so weit die Beine tragen. Auf  dem Weg kann man die Natur richtig genießen, solange man die 16 % nicht vor sich hat. Ich dachte teilweise, dass ich im Schwarzwald unterwegs bin. In Koserow  sollte man sich  die älteste Inselkirche auf Usedom anschauen. Danach geht es zurück nach Bansin. Es gibt auf  Usedom einen Flecken Erde, wo der Tourismus noch nicht so stark Einzug gehalten hat, wie in den Seebädern. Es ist der Lieper Winkel. Am besten fährt  man auf dem  gut ausgeschilderten Radweg (Ostseeküsten- Radweg) hin.

Etwas in Vergessenheit geraden ist  Peenemünde, was eigentlich nicht so richtig verständlich ist. Peenemünde war im Krieg und nach dem Krieg abgeschottet von  Besuchern. Nach der Wende kehrte durch das Museum etwas Leben ein. Dort wird die Geschichte aufgebessert.