Lübeck und seine Seebäder

Lübeck und seine Seebäder an unsere Ostseeküste ist ein Mekka für Wassersportler und Naturbegeisterte. Egal ob in Mecklenburg Vorpommern, in Schleswig-Holstein oder an der Ostseeküste – kommt man gleichermaßen auf seine Kosten.
Der Windsurfer findet an der Ostsee immer einen Fleck zum Surfen. Der anhaltende Wind und die Wellen sind die Mischung für einen gelungenen „Ostsee-Wellenritt“. Von Mecklenburg Vorpommern zieht es mich rüber nach Schleswig Holstein mit seinen eleganten Hansestädten Lübeck und Kiel, die mich schon mit offenen Armen erwartet haben.
Anfangen werde ich in der Hansestadt Lübeck.

Lübeck

Lübeck

Jedes Jahr im Sommer zieht es Tausende Menschen nach Lübeck, der Königin der Hanse, um in ihrer Lübecker Bucht zu baden oder sich zu erholen.
Das Wahrzeichen von Lübeck ist das Holstentor, welches fast im Jahr 1863 abgerissen wurde. Die damalige Lübecker Bürgschaft wollte das Dach des Gotischen Stadttores nicht erneuern und plädierte für den Abriss. Mit nur Gegenstimme mehr wurde es dann nicht abgerissen und saniert. Heute steht das Stadttor auf der Weltkulturerben-Liste der UNESCO wie so manch anderes Denkmal in Lübeck auch. Man wundert sich schon, wie Lübeck und seine Seebäder sich nach dem zweiten Weltkrieg wieder erholt hat. Es wurde einiges in Lübeck durch die Englischen Bomber in Schutt und Asche gelegt.
Der Stadtkern mit seinem Markt ist der höchste Punkt von Lübeck. Hier findet man das Rathaus, das ca. 1230 erbaut wurde. Jahrhunderte nach seinem Bau strahlt es immer noch mit seinen faszinierenden Kegeltürmen Erhabenheit aus. Die Lübecker sind stolz auf ihr Rathaus und nicht nur auf ihr Rathaus, sondern auch auf sich selbst. Dies spürt man wohin man geht in Lübeck. Neben dem Rathaus befindet sich die Ratskirche St. Marien. Sie war das Vorbild von unzähligen Kirchen im Deutschen Ostseeraum.

Lübecker Tor

Lübecker Tor

Um 1705 ist Johann Sebastian Bach von Arnstadt nach Lübeck gewandert. Für damalige Verhältnisse war das ein Kraftakt ohne Gleichen.
Lübeck hat sich von der Bauweise nicht geändert. Man sieht noch heute von weitem die 7 Türme von dieser Stadt. Dies gab ihr den Namen „Stadt der sieben Türme“. Die zwei höchsten Türme gehören der Marienkirche mit 125 Metern. Die anderen gehören zu St. Jakobi, St.Petri , St. Aegidien und die Zwillingstürme zum Dom.
Auch St. Petri stand einst vor dem Abriss, weil der Wiederaufbau nach dem Krieg zu teuer schien. Heute ist es ein großartiger Aussichtsturm und die Lübecker haben ein Kulturerbe mehr in ihrer Stadt.
Die St. Jakobi Kirche ist seit je her die Kirche der Schiffer, Seefahrer, Bootsleute und Fischer. Lübeck hat durch die Seeleute viel Ruhm und Ehre erfahren. Ohne diese Gilde würde es die Hansestadt heute nicht so geben. Gegenüber der Kirche siedelte sich die Schiffergesellschaft an. In der St.Jakobi Kirche ist das einzige Rettungsboot von der Pamir zu sehen, die 1957 mit 86 Seeleuten gesunken ist.

Travemünde

Travemünde

Am Koberg befindet sich eins der ältesten Sozialeinrichtungen von Europa, das Heiligen Geist Hospital. Die Lübecker Kaufmanns-Gilde hat schon immer etwas für ihr Image getan. So unterstützte man alte und verwitwete Seefahrer in dem man soziale Einrichtungen baute, wo man sich um diese Menschen kümmerte.
Lübeck und seine Seebäder sind Orte wie   Travemünde , der zum Baden einlädt. Es wurde einst von der Hansestadt Lübeck gekauft. 1802 wurde Travemünde offiziell zum Ostseebad. Mitte des 18. Jahrhundert wurde Travemünde auch bekannt als Fährhafen und machte eine steile Karriere. Damals kamen Dänen und Russen, die viel Geld in diesen Hafen brachten. Travemünde stellte sich darauf ein damit der wirtschaftliche Aufschwung seinen Lauf nehmen konnte. Das Kasino verhalf Travemünde zu noch mehr Reichtum.
Wer nicht im Kasino versauern möchte, geht an den Sandstrand und erholt sich in der warmen Sonne oder schaut den auslaufenden Fähren und Seglern hinterher und lässt seinen Geist mit den Seefahrern eins werden.

Travemünde

Travemünde

Wenn der Trubel in Travemünde zu groß wird, geht ins nah gelegene Timmendorf. Ob man hier jedoch Ruhe findet, ist zweifelhaft. Bei Lübeck und seine Seebäder kommt man nicht am Timmendorfer Strand vorbei, wie es eigentlich richtig heißt, ist mit seinem Nachbarn Niendorf eine Bädergemeinschaft. Es sind die südlichsten Badeorte an der Ostseeküste in Schleswig Holstein. Es geht nicht mehr nur ums Baden in den Bäderorten, man hat sich auf Kultur und Erlebnis eingestellt um den Besuchern mehr bieten zu können. Im Norden wird die Kette von Seebädern durch Haffkrug und Sierskopf geschlossen. Wenn man jetzt weg geht von den Seebädern, kommt man automatisch nach Neustadt, was sich eigentlich sehr modern anhört. Neustadt ist aber älter als die Seebäder um Travemünde. 1244 wurde Neustadt von Graf Adolf von Schauenburg gegründet und sollte hauptsächlich mit Lübeck konkurrieren. Neustadt ist ein reges Hafenstädtchen, welches mit seinen Ortsteilen Pelzerhaken und Rettin zwei Seebäder vorweisen kann. Neustadt ist aber kein Konkurrent zu den Großen Seebädern an der Lübecker Bucht.