Genua

Allgemein

©by_feuerle/Pixelio

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Genua, Kulturhauptstadt Europas 2004, ist eine Stadt im Nordwesten Italiens, gelegen am Mittelmeer. Sie gehört zur Region Ligurien und wird im Ligurischen auch Zena genannt, während der Name Genua, vom lateinische Begriff ‚genu‘, für ‚Knie‘ kommt. Das kommt von der Lage der Stadt am Knie der italienischen Halbinsel.

Genua ist eine alte Hafenstadt mit langer ereignisreicher Geschichte, eingebettet zwischen dem Mittelmeer und den Apenninen. Hier verbrachte schon Kolumbus, der Entdecker Amerikas, eine Kindheit voller Träume. Vom Dach seines Elternhauses aus, hatte er ein fantastischen Blick auf den Hafen und die Maste der Segelschiffe dort, die ihn als Erwachsenen in eine neue Welt tragen sollten.

Die Stadt war wohlhabend geworden durch den Seehandel und schon im 16. Jahrhundert reihten sich hier in der Altstadt die vornehmen Anwesen der reichen Patrizier aneinander und die berühmten Künstler der Renaissance, wie etwa Rubens und Caraveggio schmückten die Paläste mit ihren Werken aus. Im Palazzo Ducale, der schneeweiß in der Innenstadt thront, herrschten früher Senatoren und Dogen – heute ist er ein Ausstellungszentrum.

Le Strade Nuove, eine Prachtstraße, die sich durch die Altstadt entlang der Bauten aus Barock und Renaissance schlängelt, gibt eindrucksvolles Zeugnis der Vergangenheit. In der Stadtmitte liegt der Palazzi dei Rolli, der seit 2006 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Und über der geschichtsträchtigen Altstadt von „La Superba“, wie Genua auch genannt wird, erhebt sich ein 300 Meter hoher Hügel, von dem aus man einen hervorragenden Blick auf die Stadt, den Hafen und die sattgrüne Umgebung hat. Im alten Hafen legen heute Kreuzfahrtschiffe an und der Trallalero, ein traditioneller Gesang ohne Instrumente, wird bis heute bewahrt.

©A.-Liebhart/Pixelio

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Sehenswürdigkeiten

Die alte Hafenstadt Genua hat für Touristen viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Neben den sehenswerten Naturparks im Hinterland, gibt es in der Stadt am Hügel ‚Carignano‘ auch heute noch viele Prunkbauten des Barock und der Renaissance zu bewundern, denn die Stadt war lange Zeit Sitz zahlreicher Patrizierfamilien, die durch den Seehandel reich geworden sind.

Inmitten der historischen Altstadt amChristoph Kolumbus, liegt etwa der Palazzo Ducale, einst Sitz der mächtigen Dogen. Heute finden dort viele Kulturveranstaltungen statt. Direkt daneben kann der Besucher das Opernhaus Carlo Felice bewundern und dann von der mittelalterlichen Altstadt aus weiter die Prachtstraße Le Strade Nuove entlang flanieren, die gesäumt ist von Palästen und Anwesen aus dem 16. Jahrhundert.

Auch das Geburtshaus des berühmtesten Sohnes der Stadt, von Christoph Kolumbus, in der Nähe des Stadttors Porta Soprano ist ganz sicher einen Besuch wert. In einer Stadt, die so von der Seefahrt geprägt ist, sollte man sich auch den Besuch des Schifffahrtmuseums ‚Galata Museo del Mare‘ unbedingt gönnen. Neben alten Navigationsgeräten, Schiffskarten, Kanonen und Nachbauten der berühmten Genueser Galeeren, kann man hier die Simulation einer Schiffsfahrt in einer solchen Galeere erleben.

©Oliver-Weber/Pixelio

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Wer danach nicht seekrank ist, geht weiter zum Meeresaquarium, einem der größten der Welt, um dort Delfine und Haie zu beobachten. Zu guter Letzt muss man noch das Wahrzeichen der Stadt besteigen – La Lanterna, den 77 Meter hohen Leuchtturm der Stadt. Erbaut im 12. Jahrhundert auf einem Hügel, ermöglicht er einen wunderbaren Blick über Stadt und Hafen – wenn man es geschafft hat, alle 365 Stufen zu erklimmen.
Unterhaltung (Kulinarisches, Nachtleben etc.)

Genua, die Hauptstadt Liguriens, hat nicht nur viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, mit ihren mittelalterlichen Bauten und Renaissance-Palästen der Altstadt und dem historischen Hafen. Es gibt hier auch andere Genüsse für den Urlauber.

Im Opernhaus Carlo Felice, finden viele kulturelle Veranstaltungen statt und des Nachts geht es auch recht munter zu. Man beginnt am besten am Piazza delle Erbe oder der Piazza della Lepre, von wo aus man die Szenekneipen finden kann, in den es zu Gitarrenklängen Aperitifs gibt. Stilvoll trinkt es sich auch im Mentelocale im Hof des Palazzo Ducale.

Aber es fehlt auch nicht an Discos und Sundownbars, die sich entlang der Corso Italia, einer Straße an der Küste aneinander reihen und Tanz und Musik bis spät in die Nacht hinein in der sommerlicher Wärme versprechen.

©Ulla-Trampert/Pixelio

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Tagsüber, z. B. wenn man sich vom Kater erholen will, tut man das am besten mit Hilfe der kulinarischen Genüsse Genuas. Überall in der Stadt gibt es verschlafene Cafés, Trattorias und Restaurants, in denen der Urlauber schlemmen kann. Doch beginnt man am besten mit einem Bummel über Genuas ‚Mercato Orientale‘, den überdachten Wochenmarkt der Stadt. In diesem ehemaligen Kloster reihen sich Stände mit selbstgemachten Nudeln, italienischem Brot und frischen Gemüse an andere mit Fleisch, Käse und Obst.

Wenn man sich richtig Appetit geholt hat, ist es Zeit einzukehren und die regionalen Köstlichkeiten zu probieren. Zum Aperitif gibt es stets eine große Auswahl an Antipasti, etwa ‚Foccacio‘, Fladenbrot mit Olivenöl oder Salami, Oliven, Bruschetta oder Kapernäpfel – alles ligurische Spezialitäten. Zum Hauptgang lässt man sich Fisch, ligurischen Wein und Pesto munden.

Quellennachweis:Bilder: Pixelio